Pflegekräfte werden gehört

Foto: SPD-Unterbezirk Lüneburg
 

SPD-Unterbezirk diskutierte mit Fachkräften

Unter dem Motto „Gute Pflege – Gute Arbeit!?“ informierten sich Politiker*innen am Mittwochnachmittag darüber, was eine zeitgemäße Pflege aus Sicht der Beschäftigten braucht. Als besonderer Gast war Sozialministerin Dr. Carola Reimann in Lüneburg, die von Bürgermeister Thomas Maack im Castanea Resort Hotel in Adendorf herzlich begrüßt wurde.

 

Das Thema Pflege sorgte für eine kleine Demonstration gegen die Pflegekammer vor dem Tagungsort; die Demonstrierenden waren aber bereit, am Forum teilzunehmen und brachten sich intensiv in die Diskussionen ein.

Daniel Cord vom SPD-Bezirk Hannover moderierte den Workshop in Form eines „World Cafe’s“. Auf den Tischen lagen große Papierbögen, auf denen der Ist-Zustand, Wünsche, Perspektiven und Lösungsansätze von den Anwesenden in drei Diskussionsrunden festgehalten werden sollten.

An den Tischen kam man schnell ins Gespräch und zeigte Schwachpunkte und Probleme auf. Anschließend war zu lesen: „Patientenorientiert und nicht erlösorientiert arbeiten“, „besserer Versorgungsschlüssel“, „man braucht mehr Zeit“, „emotionale Erpressung: Springst du ein?“, „Azubis werden verheizt“ und „Nachwuchssorgen“, „Pflegeberuf nicht altersgerecht“ oder „Überlastung“.

In der Rubik Wünsche wurde den Politikern mitgegeben, dass eine „einheitliche Tarifregelung“ und „mehr Zeit für aktivierende Pflege“ nötig sind, „mehr Wertschätzung und Lob“ und „weniger Dokumentation“ wichtige Schritte wären, und „mehr Zeit für Auszubildende“ und „mehr Zeit für Patienten“ der Schlüssel für eine bessere Pflege sind. „Bundesländerweite einheitliche Entgelte in der Pflege“ würden außerdem beispielsweise ein Abwandern von Pflegekräften nach Hamburg verhindern.

„Ich glaube fest daran, dass Sie eine starke Vertretung brauchen, um zum Beispiel einheitliche Tarife auf Bundesebene zu verhandeln,“ bekräftigte Dr. Carola Reimann ihre Position zur Pflegekammer. Für sie ist unter anderem „die Ausbildung der Schlüssel“ für eine gute Pflege.

Andrea Schröder-Ehlers zog ein Fazit zum Ende der 2-stündigen Diskussion an den Tischen: „Es wurden viele Baustellen aufgezählt, die Sie der Politik mit auf den Weg geben. Wir nehmen Ihre Anregungen mit und wollen diese Diskussion gerne wiederholen. Wir sehen uns wieder.“

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