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Biene an einer Nanaminzblüte Foto: Langbartels

4. September 2020: Wir gehen den Niedersächsischen Weg

„Klimaschutz beschäftigt uns fast täglich. Das beginnt vor unserer eigenen Haustür und geht uns alle an. Mir ist wichtig, dass alle zusammenarbeiten und dazu gehören Umweltschutzverbände, Landwirte und die Politik", erklärt die SPD-Unterbezirksvorsitzende Andrea Schröder-Ehlers, MdL.

"Umweltminister Olaf Lies hat alle zusammengebracht. Mit dem Niedersächsischen Weg haben wir eine Vereinbarung beschlossen, mit der wir ganz konkrete Maßnahmen zum Natur-, Arten- und Gewässerschutz umsetzen werden“, so Schröder-Ehlers weiter.

Die SPD Niedersachsen arbeitet mit Hochdruck an Gesetzentwürfen für das Naturschutz- und Wassergesetz. Außerdem müssen Pflanzenschutzmittel reduziert und der Wald geschützt werden. Im September sollen die Gesetze im Kabinett beschlossen und schließlich in den Landtag eingebracht werden.

Umweltminister Olaf Lies hat lange dafür gekämpft und mit dem Niedersächsischen Weg ein bundesweit einmaliges Beispiel für Umwelt- und Artenschutz gesetzt. Umweltschutzverbände und die Landwirtschaft sitzen mit im Boot und haben gemeinsam mit dem Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium eine bundesweit einmalige Vereinbarung für mehr Natur- und Artenschutz unterzeichnet.

Die Folgen des Klimawandels sind in Niedersachsen offensichtlich: Unsere Wälder vertrocknen, immer häufiger kommt es zu Hochwasser und Stürmen und immer mehr Arten sterben aus. Doch unsere Natur und Umwelt können wir nur gemeinsam schützen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Genau das tun wir in Niedersachsen.


Zum Hintergrund

📌 Welche Maßnahmen wurden vereinbart?

  • Breitere Bereiche an Ufern von Gräben und Flüssen, wo nicht gedüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet werden darf
  • Einsatz neuer Spritztechniken, statt chemischer Pflanzenschutz
  • Erhalt von blühenden Wiesen
  • Mehr Hecken, Baumreihen und Alleen
  • Verstärkte Beratung für Landwirte
  • Der Ökolandbau wird auf 10 Prozent bis 2025 und 15 Prozent bis 2030 erhöht. Das heißt: mehr Bio-Bauernhöfe für Niedersachsen!
  • Biodiversität in Wäldern fördern
  • Wald schützen: Bäume älter werden und Totholz als besonderen Lebensraum im Wald lassen
  • 1000 Hektar Wildnisgebiet im Solling

📌 Und wie wird das finanziert?

Als ersten Schritt hat die SPD-geführte Landesregierung 120 Millionen Euro zum Erhalt und zur Verbesserung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen zur Verfügung gestellt. Über weitere finanzielle Mittel wird in den kommenden Monaten im Niedersächsischen Landtag diskutiert.

Mehr Informationen zum Niedersächsischen Weg findest Du bei der SPD Niedersachsen


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